Studie zeigt: Schwere Alopecia areata ist mit systemischer Entzündung verbunden
Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass schwere Alopecia areata nicht nur die Haarfollikel betrifft, sondern mit einer umfassenden Aktivierung des Immunsystems verbunden ist. Patientinnen und Patienten mit ausgeprägtem Haarverlust wiesen deutlich erhöhte Werte systemischer Entzündungsmarker auf – sowohl im Vergleich zu Betroffenen mit milderen Krankheitsverläufen als auch zu gesunden Kontrollpersonen. Bemerkenswert ist, dass diese Entzündungsmarker im Verlauf einer Behandlung mit JAK-Inhibitoren messbar abnahmen und dieser Rückgang parallel zu sichtbarem Haarwachstum verlief. Auch wenn die entsprechenden Marker derzeit noch nicht routinemäßig zur Therapiekontrolle eingesetzt werden, stützen die Ergebnisse die Einschätzung, dass schwere Alopecia areata als systemische Entzündungserkrankung zu verstehen ist. Eine erfolgreiche Behandlung könnte demnach nicht nur das Haarwachstum fördern, sondern zugleich die überschießende Immunreaktion im gesamten Körper reduzieren.