Patientenstudie 2026
Haargesundheitsbarometer
2026
Eine Primärdatenerhebung unter 563 Patienten zu emotionaler Belastung, Entscheidungswegen und Zufriedenheit rund um die Haartransplantation. Erhoben im Februar 2026.
Sechs zentrale Ergebnisse der Befragung
Die folgenden Zahlen bilden die wichtigsten Ergebnisse der Studie ab. Sie beleuchten, wie lange Betroffene mit Haarausfall leben, bevor sie ihn behandeln, wie sich Patienten informieren und wie sie die Behandlung im Nachgang bewerten.
Emotionale Belastung
Sieben von zehn Befragten geben an, dass sie den Haarausfall als starke oder sehr starke emotionale Belastung erleben.
Leidenszeit über fünf Jahre
41,9 % der Patienten geben an, bereits länger als fünf Jahre mit Haarausfall gelebt zu haben, bevor sie eine Haartransplantation erwogen.
Weiterempfehlungsbereitschaft
96,1 % der Befragten würden die Behandlung weiterempfehlen oder zumindest situativ in Betracht ziehen. Nur 3,9 % schließen eine Empfehlung explizit aus.
Recherche via Suchmaschine
58,6 % der Patienten nennen die Google-Recherche als einen ihrer Informationswege. Persönliche Empfehlungen folgen mit 42,6 % (Mehrfachnennung).
Geschlechterverteilung
96,6 % der befragten Patienten sind männlich, 3,2 % weiblich. Die häufigste Altersgruppe ist 35 bis 44 Jahre.
Kritische Wahrnehmung
22 % der Befragten verbinden Kliniken für Haartransplantation auch mit dem Begriff „Massenabfertigung“. Gleichzeitig bewerten 67,9 % ihre behandelnde Klinik als professionell.
Wer wurde befragt?
Die Befragung richtete sich ausschließlich an Personen, die bereits eine Haartransplantation abgeschlossen haben. Die Zusammensetzung der Stichprobe liefert einen Einblick in das Profil derjenigen, die sich aktuell für diese Behandlung entscheiden.
Die berufliche Verteilung ist breit gestreut: Selbstständige und Unternehmer (16,9 %), Bau und Handwerk (15,5 %) sowie IT und Technik (14,6 %) sind am häufigsten vertreten. Die Lebensstil-Fragen zeigen eine hohe Affänitat für Sport und Bewegung. Das korrespondiert mit einem weiteren Befund: 92,6 % der Befragten geben an, das äußere Erscheinungsbild sei ihnen wichtig oder sehr wichtig.
Demografischer Querschnitt
In Summe beschreibt die Stichprobe einen beruflich aktiven Personenkreis mittleren Alters mit stabiler sozialer Einbindung. Die Einkommensverteilung reicht von unter 2.000 € netto (6,4 %) bis über 5.000 € netto (17,9 %), mit einem Schwerpunkt zwischen 2.000 und 3.500 € (31,3 %).
Zwischen den ersten Symptomen und der Behandlung liegen Jahre.
Ein zentrales Ergebnis der Studie betrifft die Zeitspanne zwischen dem ersten bemerkten Haarausfall und dem Moment, in dem eine Behandlung in Betracht gezogen wird. Diese Phase ist für die meisten Befragten mehrere Jahre lang und häufig mit spürbarer emotionaler Belastung verbunden.
70 % der Befragten beschreiben die emotionale Belastung als stark oder sehr stark.
50,8 % geben an, Haarausfall habe sie stark beeinflusst und sie wollten etwas ändern. 19,2 % beschreiben die Belastung als sehr stark. Weitere 22,2 % ordnen sie als mittel ein. Nur 2,8 % geben an, die Behandlung ohne emotionale Motivation erwogen zu haben.
Die Studie erfasst vier Zeitpunkte entlang der Patientenjourney. Sie zeigen, dass zwischen dem ersten bemerkten Haarausfall und der Behandlung mehrere Jahre liegen können und dass Preis-Einschätzungen sich nach der Buchung häufig verändern.
Zusammenfassung Kapitel 2
94,5 % der Befragten hatten vor dem Gedanken an eine Behandlung mindestens ein Jahr lang Haarausfall, 41,9 % sogar länger als fünf Jahre. 43 % nehmen sich nach der ersten Überlegung noch einmal über ein Jahr Bedenkzeit, bevor sie den Eingriff buchen.
Wie informieren sich Betroffene vor einer Entscheidung?
Die Studie hat erfasst, welche Informationswege Patienten vor ihrer Behandlung genutzt haben. Mehrfachnennungen waren erlaubt. Die Auswertung zeigt, dass Online-Recherche und persönliche Empfehlungen die beiden meistgenannten Quellen sind.
In Summe nennen die beiden häufigsten Kanäle — Google-Recherche und persönliche Empfehlung — zusammen über 100 % in Mehrfachnennung. Ein Grossteil der Befragten kombiniert also eigenständige Online-Recherche mit dem Gespräch im sozialen Umfeld. Klassische Werbeformate (Print, TV, Out-of-Home) werden in der Befragung nur vereinzelt genannt.
Auffällig ist der hohe Stellenwert nutzergenerierter Inhalte: Erfahrungsberichte in Foren (28,2 %) und Videos auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube (36,6 %) werden häufiger genannt als klassische Arzt-Empfehlungen. Das deutet darauf hin, dass Patienten vor ihrer Entscheidung aktiv vergleichen und unabhängige Quellen heranziehen.
Zusammenfassung Kapitel 3
Mehr als 70 % der Befragten kommen über organische Suche oder persönliche Empfehlung zu ihrer Klinik. Die Ergebnisse legen nahe, dass Patienten ihre Entscheidung auf Basis recherchierbarer, verifizierbarer Informationen treffen.
Welche Begriffe verbinden Patienten mit ihrer Klinik?
Die Teilnehmer konnten in einer Mehrfachauswahl positive wie kritische Attribute auswählen. Das Fragebogendesign ließ bewusst Raum für negative Antworten. Die folgende Gegenüberstellung zeigt die häufigsten positiven Zuschreibungen und die relevantesten kritischen Wahrnehmungen.
Wahrnehmung im Kontrast
Positive Attribute dominieren: professionell (67,9 %), kompetent (61,3 %), modern (54,5 %), sympathisch und kundenorientiert (35,7 %) und innovativ (29,5 %).
Zugleich liegt ein kritisches Wahrnehmungsmuster vor: 22 % der Befragten verbinden ihre Klinik auch mit dem Begriff „Massenabfertigung“, 17,1 % nennen Qualitätsunsicherheit, und nur 9,6 % beschreiben die Betreuung als explizit individuell. Elithair nimmt diese Ergebnisse als Indikator dafür, individualisierte Betreuungsprozesse wie das 5-Ärzte-Konzept und das Pre-Test-System für Patienten noch sichtbarer zu machen.
Zusammenfassung Kapitel 4
Die Wahrnehmung der befragten Patienten ist in überwiegender Mehrheit positiv (Professionalität, Kompetenz, Modernität). Der kritische Anteil von 22 % bei „Massenabfertigung“ wird als Hinweis auf weiter zu stärkende Individualisierung der Betreuung dokumentiert.
Bewertung des Behandlungsergebnisses
Die Teilnehmer wurden nach Abschluss der Behandlung gefragt, wie zufrieden sie mit dem Ergebnis sind und ob sie die Behandlung weiterempfehlen würden. Die beiden Kennzahlen stehen in engem Zusammenhang.
Mit dem Ergebnis zufrieden
93,7 % bewerten das Behandlungsergebnis von neutral bis sehr zufrieden. Nur 6,3 % äußern explizite Unzufriedenheit.
Würden eine Empfehlung in Betracht ziehen
Die Spanne reicht von „situationsabhängig“ bis „auf jeden Fall“. Nur 3,9 % schließen eine Empfehlung explizit aus.
Beide Kennzahlen stützen sich gegenseitig: 93,7 % positive bis neutrale Ergebnisbewertung treffen auf 96,1 % grundsätzliche Empfehlungsbereitschaft. Der Zusammenhang zwischen Ergebnis-Akzeptanz und Weiterempfehlung ist damit klar belegbar und erklärt den in Kapitel 3 dokumentierten hohen Stellenwert persönlicher Empfehlungen als Informationsquelle.
Auch die Preis-Einschätzung nach der Behandlung fällt deutlich positiv aus: 86,3 % der Befragten empfinden den Preis im Nachhinein als angemessen oder günstig (79 % angemessen, 7,3 % günstig). Nur 13,7 % bewerten ihn als teuer.
Offene Antworten der Teilnehmer
Es war alles perfekt, vom Abholen am Flughafen bis zur Operation.
Patient, positive Rückmeldung zum Serviceerlebnis
Produktkäufe im Shop sollten in der App erscheinen — als individuelle Termine für die Anwendungen im Kalender.
Patient, Anregung zur Produkt- und App-Integration
Mehr auf individuelle Anliegen eingehen.
Patient, kritische Rückmeldung
Zusammenfassung Kapitel 5
93,7 % der Befragten bewerten das Ergebnis von neutral bis sehr zufrieden, 96,1 % würden die Behandlung empfehlen oder zumindest situativ in Betracht ziehen. Der Anteil explizit Unzufriedener beträgt 6,3 %, dezidierte Empfehlungs-Verweigerer 3,9 %. Ergebnis-Akzeptanz und Empfehlungsbereitschaft korrelieren deutlich.
Haarausfall ist ein globales Versorgungsthema.
Die hier erhobenen deutschen Daten lassen sich in einen breiteren internationalen Kontext einordnen. Nationale dermatologische Erhebungen und Marktanalysen zeigen, dass Haarausfall bei Männern in den meisten westlichen und arabischen Staaten ein vergleichbares Ausmaß hat. Die folgenden Kennzahlen stammen aus veröffentlichten Drittquellen.
Deutschland & DACH
563Befragte in dieser Studie. Kernmarkt mit dem tiefsten Datenfundament.
Vereinigtes Königreich
~47 %Der Männer unter 50 sind von messbarem Haarausfall betroffen. Quelle: British Journal of Dermatology.
Frankreich
45 %Der Männer über 35 zeigen signifikante Alopezie. Hohe Awareness, begrenztes lokales Angebot.
Saudi-Arabien & UAE
Top 5Haartransplantation gehört zu den am schnellsten wachsenden ästhetischen Eingriffen im GCC-Raum.
Niederlande & BeNeLux
+28 %Steigerung der HT-Nachfrage seit 2022. Wachsender Medizintourismus in Richtung Istanbul.
Globaler Markt bis 2030
$21 Mrd.Prognostiziertes Marktvolumen Haartransplantation weltweit. Quelle: Grand View Research, 2024.
Kommentar zu den Ergebnissen
Die hier dargestellten Kennzahlen werden durch ein kurzes Fachstatement des ärztlichen Leiters eingeordnet. Es bezieht sich auf die aus medizinischer Sicht zentralen Befunde.
„Die lange Leidenszeit vor der ersten Behandlung ist der auffälligste Befund.“
41,9 % der Befragten haben über fünf Jahre mit Haarausfall gelebt, bevor sie eine Behandlung erwogen haben. Parallel dazu beschreiben 70 % die emotionale Belastung während dieser Phase als stark bis sehr stark. Aus medizinischer Sicht sollten beide Befunde gemeinsam betrachtet werden. Sie weisen darauf hin, dass die Aufklärung zu Ursachen, Verlauf und Behandlungsoptionen von androgenetischer Alopezie eine längere Phase begleiten sollte als bisher üblich.
Dr. Balwi · Ärztlicher Leiter, Elithair
Daten zur freien redaktionellen Nutzung
Alle Zahlen dieser Studie können mit Quellenangabe „Elithair Haargesundheitsbarometer 2026, n=563“ in redaktionellen und wissenschaftlichen Kontexten verwendet werden. Für Presseanfragen, Rohdaten oder zusätzliche Auswertungen steht presse@elithair.de zur Verfügung.
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Wie die Studie durchgeführt wurde
Die folgenden Angaben zu Stichprobe, Zeitraum, Fragenkatalog und Limitationen ermöglichen eine fundierte Einordnung der Ergebnisse.
Stichprobe
Erhebungszeitraum
Fragenkatalog
Einschlusskriterium
Themenbereiche der Befragung: Demografie, Lebensstil, Entscheidungsweg und Leidenszeit, Informationsquellen, Markenwahrnehmung, Erfahrung mit dem Dr.-Balwi-Shop, Zufriedenheit mit dem Ergebnis und Weiterempfehlungsbereitschaft. Mehrfachnennungen waren in den Bereichen Interessen und Informationsquellen zugelassen, daher überschreiten einzelne Summen dort 100 %.
Limitationen: Es handelt sich um eine Patientenbefragung innerhalb eines Klinik-Netzwerks, nicht um eine repräsentative Bevölkerungsumfrage. Die Stichprobe ist damit geeignet, Journey, Motivation und Zufriedenheit innerhalb der tatsächlich behandelten Zielgruppe abzubilden — nicht, um Aussagen über die Gesamtbevölkerung mit Haarausfall zu treffen. Es erfolgte keine Stichprobengewichtung.
Datenschutz: Alle Angaben wurden anonymisiert verarbeitet. Kein Patient ist in den veröffentlichten Ergebnissen identifizierbar. Zitate wurden mit Zustimmung der jeweiligen Patienten verwendet.
Häufig gestellte Fragen zur Studie
Dürfen wir einzelne Grafiken in eigenen Artikeln verwenden?
Ja. Einzelne Prozentwerte, Zitate und Abbildungen dürfen mit Quellenangabe „Elithair Haargesundheitsbarometer 2026, n=563“ redaktionell verwendet werden. Bei umfangreicherer Nutzung, etwa ganzen Grafik-Neuaufbereitungen, freuen wir uns über eine kurze Info an press@elithair.de.
Gibt es die Studie als PDF oder Pressekit?
Ein Presse-Kit mit PDF, hochauflösenden Grafiken und Rohdaten-Tabellen kann formlos unter press@elithair.de angefragt werden. Für redaktionelle Zwecke wird das Material in der Regel innerhalb von 48 Stunden bereitgestellt.
Ist ein Interview mit Dr. Balwi möglich?
Ja. Anfragen für Presseinterviews, Podcasts oder Fachbeiträge bitte an press@elithair.de richten. Dr. Balwi steht auf Anfrage auch für englischsprachige Formate zur Verfügung.
Ist geplant, die Studie regelmäßig zu wiederholen?
Ja. Das Haargesundheitsbarometer ist als jährliche Primärdatenerhebung angelegt. Die Entwicklung zentraler Kennzahlen wie Leidenszeit, emotionale Belastung und Wahrnehmungsmuster wird über mehrere Erhebungsjahre hinweg dokumentiert.